Rako Panzer

Rako Panzer erzählt uns seine Geschichte

TomHemp’s : Wann hast du das erste mal von CBD gehört?

 

RakoPanzer: Das erste mal von CBD habe ich ca. Vor einem halben / dreiviertel Jahr gehört.

Ich habe das nur nebenbei mitbekommen – durch Marvin Game als er bei dieser Ladeneröffnung in Braunschweig war. Da habe ich dann mitbekommen das es richtig Action gab, mit der Polizei.

So richtig mitbekommen habe ich das vor 6 Monaten durch Instagram bzw. Social Media. Dort habe ich CBD immer öfter gesehen.

 

TomHemp’s: Dann hast es vor einem halben Jahr auch wirklich zum ersten mal genutzt?

 

Rako Panzer: Ja, vor einem halben/dreiviertel Jahr ungefähr. Bei mir das so – ich hab vorher 12 Jahre lang nicht gekifft. Ich hab recht früh, mit 11 Jahren schon angefangen zu kiffen und dann auch weiter durchgezogen. Mit 21 hab ich dann eine Drogenindizierte Psychose die wirklich nur auf Marihuana Konsum zurückzuführen war. Natürlich hatte ich auch eine schwere Kindheit, Dinge nicht verarbeitet und so. Ich hab nie gesagt das Marijuana was schlechtes ist – wenn man mich bis 20/21 gefragt hätte was sich von Marijuhana halte hätte ich wohl gesagt das ich bis 80 durch kiffte. Ich seh es nicht als Einstiegsdroge, ich seh es als völlig legitim solang man weiß wo es herkommt. Solange da keine Schadstoffe/Fremdkörper mit verarbeitet werden finde ich das vollkommen legitim. Das einzige was ich sage, wo man halt aufpassen soll – das mein eine gefestigte Persönlichkeit sein sollte. Ich war das halt nie und hatte deswegen diese Probleme.

 

TomHemp’s: Darf ich fragen wie sich die Psychose geäußert hat?

 

Rako Panzer: Das war halt bei mir ganz klassisch, ich hab teilweise Sachen gesehen die nicht da waren _ nicht Tagsüber aber meist Nachts. Ich hatte sowas wie „Fieberträume“ – bin dann wach geworden und hab Leute in meinem Zimmer stehen sehen oder hab Gesichter aus meiner Wand kommen sehen. Extremen Verfolgungswahn gehabt, alle Türen hinter mit immer abgeschloßen. Hab überall Waffen drapiert. Ich konnte auch nichts einkaufen gehen. Okay, ich wusste da steht Wasser, da steht Milch, da ist Brot – 3 Leute sind an der Kasse – Tunnelblick. Ich habe angefangen zu schwitzen, merkte wie mir die Farbe aus dem Gesicht gefallen ist. Hab die Sachen auf Seite gelegt, bin wieder ‚rausgegangen und hab meine Mutter angerufen und Sie gefragt ob Sie für mich einkaufen geht weil es mir nicht gut geht. Ich konnte auch kein Bus fahren – ich konnte mich einfach nicht zu weit von meiner Wohnung entfernen. Habe dann immer diese „Schauklappen“ bekommen, nur noch dumpfe, tiefe Töne gehört.

 

TomHemp’s: Wie lang war der abstand von der Psychose bis zu zum ersten mal CBD genutzt hast?

 

Rako Panzer: Die Psychose habe ich ca. Ein halbes Jahr gehabt – dann war ich insg. 4 bis 5 Jahre im Therapie. Dies alles aber nur ambulant. Bin 1-2x die Woche da hin gegangen und hab alles für mich verarbeitet. Und jetzt, nochmal 6 Jahre später wurde ich das erste mal auf CBD aufmerksam. Der Abstand von der Psychose bis zum ersten mal CBD rauchen waren ca. 11 Jahre.

 

Tom Hemp’s: Würdest du sagen mit CBD kommst du jetzt besser zurecht?

 

Rako Panzer: Voll gut. Ich bin ehrlich. Am Anfang war ich voll ängstlich – dachte mir was macht das mit mir. Dann hab ich mir das erste mal CBD besorgt, ich glaub das war sogar von TomHemp’s. Ich bin dann damit erstmal zu einem Freund, der kifft auch richtiges Marijuhana und hab ihm gesagt. Hier, ich bau dir mal einen, rauche das mal und sag mir dann wie das ist. Er fand das vollkommen in Ordnung. Er wurde dadurch entspannt und relaxed hatte aber keine sedierende Wirkung. Das war halt meine Befürchtung – das CBD sediert und psychoaktiv wirkt. Das wollte ich halt ausgrenzen. Aber als er dann sagte das es in Ordnung ist habe ich es auch geraucht. Es war super. Es war eine extreme Erleichterung das ich einfach mal wieder einen rauchen konnte. Ohne das ich mich abfucke weil ich wieder Angst habe das ich wieder psychotische Zustände bekomme. Da war ich extrem happy drüber.

 

TomHemp’s: Also würdest du schon sagen das dieses „kiffen“, dieses Rauchgefühl/Ritual vermisst hast?

 

Rako Panzer: Ja, voll. Wie gesagt. Ich habe ja nie gekifft weil ich unbedingt Drogen nehmen wollte. Es war bei mir eine Einstellungssache. Ich habe noch in meinem Leben jemanden verurteilt. Das einzige was ich halt sage das man extrem vorsichtig sein muss weil ich es bei mir selbst bzw. Am einem Leib erfahren musste ist: Sei eine gefestigte Person und steh mittem im Leben. Dann rauch so viel du willst. Aber wenn Jungendliche, so mit 14-15-16-17, die viel ausprobieren und sich von niemanden was sagen lassen wollen sage ich: lasst es. Wartet bis ihr 20-21-22 seid. Da steht ihr dann im Leben,. Habt die Schule abgeschloßen, vielleicht ne‘ Ausbildung fertig. Dann ist man auch ein fertiger Mensch in dem Sinne.

 

TomHemp’s: Wir hatten mal eine Kundin die CBD für ihren minderjährigen Sohn gekauft hat.Dieser hat einfach zuviel gekifft und konnte Sich so auf die Schule nicht mehr konzentrieren und da ist die Mutter, um eine Art Kompromiss zu finden, losgezogen udn hat für ihn stattdessen CBD besorgt.

 

Rako Panzer: Suchtverlagerung ist ja auch immer so ein Ding. Wenn er so ein krasses Problem hat mit dem Kiffen dann könnte man es eventuell legitimieren. Prävention sollte aber schon viel früher, bei den Erziehungsberechtigten, anfangen. Ich bin ja kein Spielverderber, das sind Jugendliche – die sollen sich ruhig ausprobieren können. Aber man sollte halt extrem vorsichtig sein. Wie gesagt,. Ich habe mit 11 Jahren angefangen zu kiffen, mit 15 angefangen das Zeug zu verkaufen und habe mit 18-19 Jahren auch viel Umsatz damit gemacht. Das hab ich so durchgezohen bis ich 21 war. Mann kommt dann automatisch in so Kreise. Dann ist es ganz normal. Dann raucht man eben 5 gr. Weed am Tag und dann passiert halt sowas. Also wie gesagt – Prävention ist ganz wichtig von den Eltern. Legetemieren würde ich das jetzt auch nicht . Aber solange das jetzt Ausnahmefälle bleiben, wen soll man da verurteilen ?

 

TomHemp’s: Also befürwortest du auf jeden Fall die Prävention. Wads würdest du dir da so wünschen? Soll man an die Schulen gehen, an Elternabenden teilnehmen um da weiter zu informieren?

 

Rako Panzer:Ich weiß ja nicht wie viele Eltern mitkriegen das ihre Kinder kiffen, wie viele Eltern das übersehen WOLLEN od. Wirklich nicht mitbekommen was ihre Kinder machen weil Sie den ganzen Tag arbeiten. Aber diese Prävention an Schulen, Elternabenden, Aufklärungen – das sehe ich als ganz wichtigen Aspekt. Ich mein, da kann man jetzt über die Politik streiten. Wie viele sind an Alkohol gestorben, wieviele an M arijuhana. Wieviele Obdachlose stinken nach Alkohol – nichts gegen Obachlose, die werden warscheinlich auch ihre Gründe haben warum Sie da gelandet sind wo sie sind. Aber das ist halt eine legale Droge wo wenn man in einem Tief ist die einen noch weiter runterzieht. Sowas kennt man von Marijuhana Konsumenten einfach nicht. Deswegen finde ich Prävention, Aufklärung und Konfrontation wichtig. Viele Eltern die so in meinem Alter sind ( Ich bin 35) können mir nicht erzählen das sie selbst mal nichts ausprobiert haben. Der Generationswechsel macht das auch. Ich glaub momentan ist das so dann man sagen kann das sie etwas offener sein sollten.

 

TomHemp’s: Also die Generation von unseren Eltern war nochmal etwas anders als die „jetzige“Generation der Eltern.

 

Rako Panzer: Definitiv. 70iger, also wenn die so in den 60igern geboren worden sind und dann in den Twenties gewesen sind. Na klar, dann haben die einen ganz anderen Bezug zu Drogen. Wenn die in den 50igern geboren worden dann ist das alles für die vielleicht nicht so zugänglich gewesen – von daher wahrscheinlich diese Verteufelung. Auch von den Politikern die vielleicht schon in einem gewissen Alter sind wo die dann in ihrer Jugend solche Sachen einfach nicht hatten. So eine Konfrontation mit Drogenpartys. Also, wie gesagt. Ich finde Prävention und eine offene Kommunikation wichtig ohne das zu verdunkeln od. Versuchen in eine Schublade zu steckenn und diese dann zwanghaft versuchen geschloßen zu halten.

 

TomHemp’s: Gibt es für dich favorisierte CBD Produkte?

 

Rako Panzer: Mit CBD bzw. Hanf an sich kann man ja so viele Sachen machen. Es gibt auf Netflix ganze Kochshows mit Marijuhana. Es gibt Pflegeprodukte, du kannst Tee daraus machen, du kannst Klamotten daraus machen. Es gibt alles mögliche. So ein multifunktionales Element zu diskriminieren, diese Ressourcen nicht zu nutzen finde ich einfach total verschwenderisch.

 

TomHemp’s: Welche wünsche hast du für die Zukunft was CBD bzw. Cannabis allgemein angeht. Was den Einzelhandel betrifft, was dich persönlich betrifft und was das Land betrifft.

 

Rako Panzer: Ich hab mir ja ein paar Dokumentationen angeguckt, Leute mit Krebs zB. Die ihr Marijuhana auf Rezept abholen können. Hier wünsche ich mr eine bessere Verfügbarkeit sowie eine bessere, einfachere Handhabe für die Arzneimittelindustrie. Das wäre für mich erstmal das primär wichtigste. Und natürlich – eine Dekriminalisierung. Das man nicht immer mit dem Finger auf jemanden zeigt. Wie gesagt, ich habe kein Problem damit. Wünsche mir das die Leute offener sind, nicht alles kriminalisieren. Das Leute in der Politik, die diese Gesetzte verfassen, auch wirklich Ahnung von der Materie haben und schonmal Kontakt hatten. Weil, jemand der noch nie mit Marijuhana Kontakt hatte soll ein Gesetzt unterschreiben? Das bringt doch nix weil die Menschen damit niemals Berührung hatten und können sich damit nicht identifizieren. Was der Bauer nicht kennt – das frisst der nicht.

 

TomHemp’s: Letzte Frage. Wer bist du?

 

Rako Panzer: Ich bin Rako Panzer, 35 Jahre als von Hirntot Records. Berliner. CBD Konsument, jahrelanger THC Konsument und ich wünsche euch viel Spaß.

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