Create,a,bold,,neon,pop Art,digital,collage,inspired,by,newspaper

2025 – WHAT A TIME TO BE ALIVE

Katy Perry fliegt ins All, das Louvre wird in weniger unter sieben Minuten bestohlen, Friedrich Merz wird Bundeskanzler – und Donald Trump ist, nun ja, auch wieder Teil der globalen Gleichung. Das Jugendwort ist „Das crazy“: eine vielseitige Allzweckfloskel für alles zwischen Sprachlosigkeit, höflichem Desinteresse und einem knappen „okay“, knapp gewonnen gegen „goonen“, irgendwo zwischen englischem Einfluss, maximaler Verkürzung und kollektiver Überforderung. Kurz gesagt: Alles ist ein bisschen skurril. Die Welt dreht sich schnell, widersprüchlich und nicht immer logisch – und genau dieses Gefühl hat 2025 geprägt. Entscheidungen mit globaler Tragweite treffen auf Popkultur-Momente, die wirken wie aus einem Paralleluniversum. Realität und Absurdität liegen näher beieinander denn je. Und während all das passiert, steht auch ein anderes Thema nicht still: Cannabis. Gesetze, Märkte, Narrative und Erwartungen verändern sich weiter – mal vorsichtig, mal überstürzt, oft widersprüchlich. Zwischen Teil-Legalisierung, Regulierung, medizinischem Boom und kulturellem Identitätsverlust bewegt sich eine Branche, die längst fernab eines Trends noch immer um Klarheit, Fairness und Haltung ringt. Zeit also, zurückzublicken. Auf ein weiteres Jahr voller Bewegung, Reibung und „Learning by Doing“. Auf das, was sich im Cannabis- und CBD-Kosmos getan hat – und auf das, was daraus für 2025 und darüber hinaus bleibt.

NUTZHANF: STILLSTAND VS. POLITISCHES LEBENSZEICHEN 

2025 hätte das Jahr werden können, in dem Nutzhanf in Deutschland endlich aus der rechtlichen Grauzone tritt. Im Frühjahr kündigte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ein Gesetz zur Liberalisierung des Nutzhanfs an – ein überfälliger Schritt, um die absurde Behandlung von nicht berauschenden Hanf- und CBD-Produkten zu beenden. Die Realität: Erst einmal passierte nichts. Stillstand statt Fortschritt.

Doch parallel kam Bewegung aus Europa. Die EU stuft Hanf zunehmend klar als Agrarprodukt ein – ein wichtiges Signal für Landwirte, Händler und die gesamte CBD-Branche. Und nun greift auch die deutsche Politik diesen Impuls wieder auf: Die Grünen haben das Nutzhanfliberalisierungsgesetz (NutzHanflG) erneut in den Deutscher Bundestag eingebracht. Was der Entwurf vorsieht, ist kein radikaler Umbruch – sondern längst überfällige Normalität: höhere THC-Grenzwerte, die Streichung der Missbrauchsklausel und endlich Rechtssicherheit für CBD Blüten, CBD Öl und andere Nutzhanfprodukte.

Ob daraus tatsächlich ein neues Kapitel für Hanfbauern und Händler entsteht? Noch offen. Aber zum ersten Mal seit Langem gilt: Die Diskussion bewegt sich – und das ist mehr, als wir viele Jahre sagen konnten.

Warum das wichtig bleibt…

Nutzhanf steht für nachhaltige Landwirtschaft, wirtschaftliche Chancen und Verbraucherschutz. Dass CBD in Deutschland trotz fehlender Rauschwirkung jahrelang kriminalisiert wurde, bleibt ein politischer Widerspruch. 2025 könnte der Moment sein, in dem dieser Irrsinn endlich endet. You know it: CBD was our first love… and it will be our last.

EIN JAHR LEGALISIERUNG: ZWISCHEN SOFA-REZEPTEN UND SYSTEMFRAGEN

Ein Jahr Cannabis-Legalisierung in Deutschland fühlt sich oft erstaunlich bequem an: Online-Fragebogen, Rezept, Lieferung nach Hause. Möglich gemacht durch einen Boom der Telemedizin – schnell, digital, effizient. Und genau darin liegt das Problem. Denn was einfach wirkt, ist zu einfach, um langfristig tragfähig zu sein.

Während Anbauvereinigungen unter strengen Auflagen arbeiten, wuchs ein Markt, der medizinisches Cannabis zunehmend wie ein digitales Konsumprodukt behandelte. Kritik ließ nicht lange auf sich warten: fehlende ärztliche Tiefe, rechtliche Grauzonen, Marketing statt Medizin. Im Sommer 2025 reagierte das Bundesministerium für Gesundheit und kündigte strengere Regeln an – persönlicher Arztkontakt, Einschränkungen beim Versand, klarere Grenzen. Ein notwendiger Schritt, um medizinische Versorgung wieder von Convenience zu trennen.

Parallel bleibt die Schieflage bestehen: Anbauvereinigungen, eigentlich als Kern der Legalisierung gedacht, kämpfen mit Bürokratie und Unterauslastung. Das Gleichgewicht zwischen medizinischem Zugang, kontrollierter Abgabe und Freizeitkonsum ist noch nicht gefunden. Ein Jahr Legalisierung zeigt damit vor allem eines: Regeln ändern sich schneller als Systeme. Und schneller als der Umgang der Menschen mit Cannabis.

KONSUM & REALITÄT: LEGALISIERUNG VERÄNDERT REGELN – NICHT MENSCHEN 

Ein Jahr Legalisierung zeigt vor allem aber auch eines: Der Konsum folgt nicht dem Gesetz, sondern gesellschaftlichen Entwicklungen. Cannabis wird in Deutschland seit Jahren langsam häufiger genutzt – dieser Trend begann lange vor 2024 und wurde durch die Teillegalisierung weder beschleunigt noch gebremst.

Auffällig ist dabei weniger das Wie viel als das Wer. Nicht Jugendliche treiben den Anstieg, sondern Erwachsene. Menschen zwischen 30 und 50 integrieren Cannabis zunehmend in ihren Alltag – zur Entspannung, zum Stressabbau, als Schlafhilfe. Parallel sinken die Konsumzahlen bei jungen Menschen. Legalisierung heißt also nicht mehr Jugendkonsum, sondern mehr Sichtbarkeit und weniger Stigma.*

Genau hier schließt sich der Kreis zur Regulierung: Wenn Nutzung längst Realität ist, braucht es klare Rahmen statt moralischer Debatten. Verantwortung, Aufklärung und Produktqualität werden damit wichtiger als Verbote. Legalisierung ist kein Freifahrtschein – sondern die Chance, erwachsen mit Cannabis umzugehen… in Deutschland genau so, wie dem Rest der Welt

INTERNATIONAL: LEGALISIERUNG WIRD GLOBAL – NICHT EINHEITLICH, ABER UMKEHRBAR

2025 hat gezeigt, wie unterschiedlich – und gleichzeitig entschlossen – Cannabis-Politik weltweit voranschreitet. Während einige Länder noch regulieren und nachjustieren, gehen andere längst den nächsten Schritt. Legalisierung ist kein Sonderfall mehr, sondern Teil globaler Realität.

In Europa setzte vor allem Tschechien ein starkes Signal: Die Einführung von Adult-Use-Legalisierung mit Homegrow und vergleichsweise hohen Besitzgrenzen markiert einen der liberalsten Ansätze auf dem Kontinent. Auch Slowenien setzte neue Maßstäbe – zunächst medizinisch, perspektivisch auch darüber hinaus. Parallel bewegt sich die Schweiz weiter in Richtung regulierter Abgabe- und Anbaumodelle.

Außerhalb Europas wird das Bild noch klarer: In den Vereinigte Staaten leitete Präsident Donald Trump mit der geplanten Umstufung von Cannabis auf Bundesebene den größten regulatorischen Schritt seit Jahrzehnten ein. Länder wie Kanada, Brasilien, Kolumbien, Marokko oder Südafrika bauen Forschung, medizinische Nutzung und Exportstrukturen weiter aus. Selbst traditionelle Märkte wie Thailand oder Uruguay ringen längst nicht mehr mit dem Ob, sondern mit dem Wie.

Der internationale Trend ist eindeutig: Cannabis wird reguliert, integriert und wirtschaftlich ernst genommen – ob als Medizin, Agrarprodukt oder Teil einer kontrollierten Genusskultur.

Deutschland: MedCanG vor der nächsten Runde – zwischen Schutz, Praxis und Abgrenzung

Zum Jahresende 2025 steht das Medizinal-Cannabisgesetz erneut im Fokus. Am 18. Dezember wurde der Gesetzentwurf zur Verschärfung des MedCanG erstmals im Deutscher Bundestag beraten. Ziel der Bundesregierung ist es, auf veränderte Versorgungsrealitäten zu reagieren – insbesondere auf den starken Anstieg von Importen und Privatrezepten.

Kern der geplanten Änderungen sind eine verpflichtende persönliche ärztliche Erstkonsultation, ein jährlicher Präsenztermin bei Folgeverschreibungen sowie ein Versandverbot für Medizinal-Cannabisblüten, bei gleichzeitiger Beibehaltung des Apotheken-Botendienstes. Begründet wird dies mit Patientensicherheit, Suchtprävention und dem besonderen Risikoprofil von Cannabis als Arzneimittel. Gleichzeitig stößt der Entwurf auf breite Kritik: Branchenverbände, Jurist:innen und Teile der Politik warnen vor Einschränkungen der Versorgung – insbesondere im ländlichen Raum – sowie vor verfassungs- und europarechtlichen Fragen. Auch innerhalb der Koalition besteht Uneinigkeit; mehrere Fraktionen haben angekündigt, in den parlamentarischen Beratungen grundlegende Änderungen einzubringen.

Was dabei nicht verloren gehen darf, ist die klare Abgrenzung zwischen medizinischer und freizeitlicher Nutzung. Medizinalcannabis ist Teil der Gesundheitsversorgung – keine Ausweichlösung für Genusskonsum. Diese Trennung ist nicht nur eine Frage der Ordnung, sondern essenziell, um Versorgungsengpässe für Patientinnen und Patienten zu vermeiden und medizinische Therapie langfristig verlässlich sicherzustellen. Unstrittig ist damit eines: Medizinalcannabis ist medizinische Therapie – und muss auch so behandelt werden. Die offene Frage ist nicht das Ob, sondern das Wie: Wie lassen sich Patientenschutz, ärztliche Verantwortung und praxistaugliche Versorgung sinnvoll verbinden, ohne medizinische Zugänge zu überlasten?

Das Signal zum Jahresende ist eindeutig: Deutschland rudert nicht zurück – es korrigiert. Weg von Grauzonen, hin zu klaren Zuständigkeiten. Weg von Marketinglogik, hin zu medizinischer Verantwortung. Wie das MedCanG 2026 aussehen wird, entscheidet sich in den kommenden Monaten – zwischen Evidenz, Regulierung und der Realität der Versorgung. Und genau daran wird sich 2026 messen lassen müsseW

CIAO 2025: THE WAY DOORS WORK – CLOSE AND OPEN

Weniger als sieben Minuten haben gereicht, um Schmuck aus dem Louvre zu stehlen. Dann sollte ein Jahr wohl ausreichen, um dem Traum eines offenen, fair regulierten Cannabisgesetzes ein Stück näherzukommen – und CBD endlich aus der jahrelangen, unfairen Behandlung zu befreien, die weder wissenschaftlich noch gesellschaftlich zu rechtfertigen ist.

Denn wenn eines dieses Jahr gezeigt hat, dann das: Bewegung ist möglich. Veränderung passiert. Manchmal schneller, als man denkt. Vielleicht nicht immer auf die richtige Art – aber sie passiert. Während die Welt zwischen Chaos und Geschwindigkeit pendelt, sortiert sich auch eine Branche neu. Gesetze, Märkte und Meinungen sind im Fluss. Es geht darum, Chancen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und den Moment nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.

No matter the chaos, whatever comes, es bleibt für jetzt erneut “DANKE” zu sagen. Danke dafür, dass ihr Teil unserer Reise seid. Danke für euer Vertrauen… cause wihthout you we would just be lonely Tom… Wir wünschen euch ein schönstes Weihnachtsfest und einen smoothen Start ins neue Jahr – mit Klarheit, Haltung und einem guten Gefühl für das, was kommt.

Happy New Year.
Together towards a better green of tomorrow.

 

* https://datenportal.bundesdrogenbeauftragter.de/cannabis

0
0
Hinzugefügt
Zum Warenkorb
whats app