Das Endocannabinoid-System


Ein Artikel von Ramek Jehanbazi

Das Endocannabinoid-System – Jetzt wird aufgeklärt

Wer CBD sagt, muss auch Endocannabinoid-System sagen! Denn dieses ist Teil des körpereigenen Nervensystems und sollte auf jeden Fall verstanden werden, wenn man bereits im CBD-Game ist; Wissen ist nämlich das neue Schwarz. Was aber macht das Endocannabinoide System? Woher wissen wir eigentlich, dass es existiert?

Und beeinflusst es deine daily Dosis CBD? Wir haben mal wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt, unsere Lupe poliert und das halbe Internet durchforstet, um dir die besten Antworten auf diese Fragen und noch mehr zu geben.

 

Back to the roots – mit dem Endocannabinoid-System


Als will.i.am damals „I got it from my mama” rausbrachte, meinte er wahrscheinlich was anderes, doch im Kontext zu unserem heutigen Thema ist es dann irgendwie genauso zutreffend. Denn das Endocannabinoid-System (ECS) hast nicht nur du, sondern auch deine Mama, ihre Mama und die Mama ihrer Mama – eigentlich alle Menschen!

Uneigentlich ebenfalls: Das ECS ist nämlich tief in unseren Wurzeln verankert und Bestandteil des menschlichen Nervensystems, daher auch der Name: „Endo“ bedeutet nämlich „innerhalb“ oder „innen“, was uns Auskunft darüber gibt, dass das Cannabinoid-System körpereigen ist.

In unserem Nervensystem befinden sich also sogenannte Cannabinoid-Rezeptoren, mit denen sich Wirkstoffe aus der Cannabis-Pflanze verbinden können. Endocannabinoide sind hauseigene Moleküle, die als Botenstoffe ebenfalls an diesen Rezeptoren andocken und dabei einiges bewirken, dazu kommen wir gleich noch. Zunächst ist es aber wichtig, diese „Basis“ zu verstehen, damit wir die Komplexität körperlicher Prozesse besser nachvollziehen können und uns nicht im schnöden Bio-Unterricht zurückversetzt fühlen.

 

CB1 und CB2 – Rezeptoren on fire

Alles klar bisher? Weiter geht’s: Von den Cannabinoid-Rezeptoren gibt es einige, die Stars unter ihnen sind jedoch CB1 und CB2. Was wie die beiden kleinen Geschwisterchen von C3PO aus Star Wars klingt, sind jedoch jene Rezeptoren, die für so viele Vorgänge in unserem Körper verantwortlich sind. Endocannabinoide, die auf den CB1 Rezeptor wirken, tragen bspw. zur Vernetzung von Nervenzellen bei, die für unsere Gehirnentwicklung wichtig sind.

So wurde nach einigen Studien festgestellt, dass Endoannabinoide vor allem in Stresssituationen ausgeschüttet werden und an CB1 ankoppeln – dies hat dann einen schmerzlindernden Effekt auf uns. Abgesehen von dieser extrem wichtigen Eigenschaft, ohne derer wir unseren Schmerzen wahrscheinlich längst erlegen wären, bietet der CB1 Rezeptor noch vieles mehr an: Er reguliert Entzugssymptomatiken, lindert Angstgefühle, schützt unser Gehirn nach Verletzungen und steigert unseren Appetit (yummy!).

Kurzer Sidekick: Als man und frau letzteres feststellte, entwickelten Forschende einen CB1-Blocker namens Rimonabant, das heute noch zur Behandlung von Adipositas, also Fettleibigkeit, eingesetzt wird. Pretty nice, oder?

Der CB2 Rezeptor ist allerdings auch nicht ohne und verwandelt unseren Körper regelrecht zur Kampfmaschine! Gerade dieser berühmt-berüchtigte Rezeptor hat so viele verschiedene Auswirkungen, als dass er noch heute ein zentraler Forschungsgegenstand ist.

Der CB2 Rezeptor ist in unserem peripheren und zentralen Nervensystem, auf diversen Zellen des Immunsystems und im Gastrointestinaltrakt daheim (hat garantiert nichts mit der Gastro, wie wir sie kennen, zu tun), seine Aktivität wirkt antiinflammatorisch.

Wenn du dir grad „What the fact?!“ denkst und nur Bahnhof verstehst, haben wir hier eine kleine Auflistung dessen, worauf CB2 alles Einfluss nimmt: Darm, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Fettgewebe, Skelettmuskulatur, Knochen, Augen, Tumore, Fortpflanzungsapparat, Immunsystem, Atemwege, Haut, Zentrales Nervensystem, Herz-Kreislauf-System und Leber.

Auf all diese Körperregionen und -bereiche wirkt CB2 entzündungshemmend, wenn Endocannabinoide anknüpfen.  Ziemlich beeindruckend, finden wir.

 

Für mehr Verständnis: Die Entdeckung des Endocannabinoid-Systems

Ein kleiner Trip in die Vergangenheit bringt Licht ins Dunkle und wird dir verraten, wem wann wie die Magie des so-called Endocannabinoid-Systems in unserem Körper überhaupt aufgefallen ist: Vor ca. 60 Jahren in den Sechzigern konnten die beiden israelischen Forscher Raphael Mechoulam und Yehiel Gaoni feststellen, dass THC zum wichtigsten psychoaktiven Wirkstoff von Cannabis zählt.

Diese Erkenntnis ebnete für Forschende Jahre später in den 90ern den Weg, um Rezeptoren identifizieren zu können, an die sich das THC bindet – heute bekannt als CB1 und CB2. Im Zuge dessen verstand man, dass es endogene, also körpereigene, Cannabinoide gibt, die aus Omega-6-Fettsäuren hergestellt werden.

Liebevoll tauften sie ihr Aha-Erlebnis Anandamid, angelehnt an das Wort „ananda“ aus dem indischen Sanskrit, zu Deutsch: Glückseligkeit; na, wenn das keine echte Liebe ist. Was gar nicht so lange her ist, brachte jedoch als eine der wichtigsten Entdeckungen überhaupt den nötigen Support, um den Stein ins Rollen zu bringen – und unser Wissen rund um unsere körperlichen Prozesse zu erweitern.

 

CBD und das Endocannabinoid-System

Jetzt, wo wir unser Wissen auf den neuesten Stand gebracht haben, können wir uns dem letzten Thema widmen: Wenn THC aus der Cannabis-Pflanze auf die Cannabinoid-Rezeptoren wirkt, hat CBD ebenfalls einen Einfluss? Fakt ist, dass Cannabidiol, also CBD, über das ECS mit dem Körper zusammenwirkt.

Wenn die verschiedenen Wirkstoffe, beispielsweise über die Einnahme von CBD-Öl, auf die Rezeptoren im Körper treffen, werden unterschiedliche Wirkungen auslöst – wie etwa das Wohlbefinden, welches bekannterweise zum Positiven hin beeinflusst wird.

Diese Entspannung ersetzt allerdings keine hauseigenen Cannabinoide. Davon ab hemmt CBD bestimmte Enzyme im Körper, die unsere Endocannabinoide abbauen, ergo unterstützt es auf natürliche Weise den Erhalt eines funktionierenden Endocannabinoid-Systems.

Das klingt erst mal nach nicht so viel, jedoch muss man bedenken, dass erst seit Anfang der 90er das ECS bekannt ist. Seitdem sind viele Forschungsgruppen an der Sache dran und untersuchen mit starkem Interesse nicht nur das System selbst, sondern auch die diversen Einflüsse, die verschiedenste Auswirkungen darauf haben können – so auch CBD.

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