Cbd Eu Einstufung Suchtmittel

CBD EU Einstufung Suchtmittel

CBD Verbot droht: Einstufung von CBD als Suchtgift?

Während man in den vereinigten Staaten immer weiter auf Lockerungen im Umgang mit Hanfprodukten und Cannabidiol zusteuert, fährt die EU gerade einen gegenteiligen Kurs. Neusten Berichten zufolge erwägt die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, CBD-haltige Lebensmittel als Betäubungsmittel einzustufen – mit weitreichenden Konsequenzen für einen ganzen Wirtschaftsfaktor.

CBD EU Verbot: Die Grundlage

Hochrechnungen zufolge werden bis 2023 umgerechnet 1,4 Milliarden Euro (Quelle: https://harrisbricken.com/cannalawblog/hemp-cbd-across-europe-deutschland/) durch Hanf- und CBD-haltige Produkte in Europa erwirtschaftet. Doch jetzt ist eine Lizenzentziehung schuld daran, das CBD wieder verboten werden könnte. Vorab muss einmal geklärt werden, wie eine solche Lizenzvergabe überhaupt abläuft. Zuständig dafür ist, wie schon oben genannt, die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit – kurz: EFSA. Diese Behörde stufte CBD als „novel food“ also als ein neuartiges Lebensmittel ein. Als „novel food“ wird demnach jeglicher Inhaltsstoff eines Lebensmittels eingestuft, der in keinem wesentlichen Umfang vor 1997 innerhalb der EU konsumiert wurde. Zusätzlich muss jedes dieser neuartigen Lebensmittel über eine Lizenz verfügen.
Diese wird wie folgt vergeben:

  1. Anwendungsbewertung
    Der Antragsteller muss einen Onlineantrag zur Prüfung des Artikel 10 der Verordnung der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit stellen. Nach vollständigem Eingang, dazu gehört auch ein toxikologisches Gutachten, wird geprüft, ob der Stoff für den menschlichen Verzehr ungefährlich ist.
  2. Sicherheitsbewertung
    Sobald der Antrag als gültig bewertet wurde, führt die EFSA eine Risiko- bzw. Sicherheitsbewertung durch.
  3. Genehmigung
    Innerhalb von sieben Monaten nach der positiven Sicherheitsbewertung wird der Kommission ein Entwurf vorgestellt, mit dessen Genehmigung schlussendlich das neuartige Lebensmittel in den EU-Katalog aufgenommen- und veröffentlicht wird.

Dieser Vorgang dauert drei bis vier Jahre und kostet zwischen 300 und 400.000€. Dazu muss man sagen, dass jedes einzelne Produkt, welches sich von dem zugelassenen Produkt unterscheidet, ebenfalls das oben genannte Verfahren durchlaufen muss. Kosten und Dauer bis zur Freigabe können also bis ins Unermessliche steigen.

Die neusten Entwicklungen im Überblick: CBD EU Verbot

Seit Mitte Juli 2020 erwägt die EU CBD-haltige Lebensmittel als Betäubungsmittel zu deklarieren. Berichten zufolge wurden bereits 50 Hanfbauern anhand eines Schreibens darüber aufgeklärt, dass die EFSA der Auffassung sei, dass natürliche Hanfprodukte Suchtstoffe seien. Demnach sind diese Produkte nicht legal und dürften nicht verkauft werden. Noch konkreter bedeutet es das Aus für den legalen Verkauf von Erzeugnissen mit Cannabidiol (kurz CBD) – allerdings nur für Lebensmittel die CBD natürlichen Ursprungs enthalten. Synthetisch hergestelltes CBD und Kosmetika sind von dem CBD EU Verbot ausgenommen.

CBD Verbot droht: European Industrial Hemp Association hält dagegen

Wer hart gegen die Neueinstufung von natürlichen Hanfprodukten vorgehen will, ist die European Industrial Hemp Association – kurz EIHA. Wenn CBD wieder verboten werden sollte, droht der Branche das Ende. Der Zusammenschluss der hanfverarbeitenden Industrie vertritt die gemeinsamen Interessen der Nutzhanfanbauer sowie der industriellen Verarbeiter von Nutzhanf auf nationaler und europäischer Ebene. Diese argumentieren damit, dass es einen Unterschied zwischen Hanfextrakten und Isolaten gibt. Demnach sind Lebensmittel die isoliertes CBD enthalten wirklich neu – wohingegen nicht alle CBD Produkte mit den Isolaten in einen Topf geworfen werden können, da Hanf im Grunde schon seit jeher eine Anwendung in der Geschichte gefunden hat – ganz gleich ob im medizinischen oder kulinarischen Bereich.

CBD EU Verbot: Die Aussichten

Sollte die EU ihre Meinung in Bezug auf die Nutzung natürlicher Hanfpflanzen nicht ändern, muss auf synthetisch hergestellte Produkte zurückgegriffen werden. Das bedeutet wiederrum das Aus für eine Vielzahl an Hanfbauern, die allein im Nachbarland Österreich rund 250 Millionen Euro mit der Nutzpflanz pro Jahr erwirtschaften. Wenn von der EU CBD natürlichen Ursprungs wieder verboten wird, bedeutet das nicht nur den Zusammenbruch eines Wirtschaftsfaktors, sondern das Ende einer ganzen Branche, die aktuell besser den je floriert. Die Entscheidung der EU wird Anfang Dezember erwartet, bis dahin heißt es abwarten, ob CBD wirklich als Betäubungsmittel eingestuft wird und demnach ein CBD EU Verbot droht.

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