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CBD in der Schmerztherapie


Ein Artikel von Ramek Jehanbazi

CBD in der Schmerztherapie – Auf der Suche nach Alternativen

Wenn uns der Kopf brummt, wir uns in der Erkältungssaison eine Portion Schnupfen und Husten abgeholt haben, unter Periodenschmerzen oder chronischen Erkrankungen leiden oder unsere Rückenmuskulatur vom Kellnern hinüber ist, landen wir schnell und gerne mal in der Apotheke – der Ort, an dem pharmazeutische Mittel für fast jedes Problem liegen.

Über Nebenwirkungen denkt man oder frau nicht immer nach; wir vertrauen darauf, dass das, was uns die Person hinter dem Tresen verkauft, sicher ist und Besserung verspricht. Zu großen Teilen stimmt das auch, der modernen Medizin sei Dank haben wir heute zuverlässige Vakzine gegen pandemische Viren, gängige Krankheiten, wie die Grippe, bedeuten nicht mehr das Todesurteil und wir sind in der Lage, akute Schmerzen aktiv zu bekämpfen.

Trotz dieser medizinischen Wunder füllen dennoch viele Medikamente aus alternativmedizinischen Bereichen die Regale der Apotheken und der Bedarf wächst weiter. Mit einigen Fortschritten in Sachen Wissenschaft hat sich nämlich gezeigt, dass die Kraft der Natur nicht zu unterschätzen ist! Gerade CBD hat sich mit der Zeit als wahres Wundermittelchen erwiesen. Warum das so ist, und wie du CBD Öl gegen welche Schmerzen anwenden kannst, zeigt dir der heutige Beitrag.

 

Realitycheck – Deutschland leidet unter Schmerzen

Dass CBD sich für Schmerztherapien bestens eignet, haben wir bereits in etlichen Artikel zutage gebracht. Gerade die durch Studien gezeigte, hohe Verträglichkeit macht die Hanfpflanze zu so einem beliebten Mittel gegen Schmerzen. Denn the struggle is real: Deutschlandweit leben etwa 14 Millionen Menschen mit anhaltenden Schmerzen, 600.000 – 800.000 dieser Personen leiden außerdem unter einem schwer therapierbaren Schmerzsyndrom.

Viele von ihnen weisen dabei sogenannte Zivilisationskrankheiten auf. Einige bekanntere davon sind beispielsweise Rückenschmerzen, Migräne, Krebs oder auch Periodenschmerzen wie Endometriose. Wobei Migränepatienten oft einen langen Leidensweg voller Schmerzen haben, bevor sie die potentielle positive und schmerzlindernde Wirkung von CBD Öl erfahren.

Zu ein paar der genannten Begriffe haben wir erst kürzlich Blogbeiträge verfasst, solltest du mehr dazu wissen wollen, gönn’ dir einen Klick. Mit chronischen Schmerzen leben zu müssen ist weder schön noch tragbar – der eigene Alltag wird durch so eine Last ungemein beeinträchtigt, einfache Aufgaben werden immer schwerer zu bewältigen und von guter Laune kann dann auch nicht mehr die Rede sein.

Kein Wunder also, dass immer vermehrter zu Schmerzmitteln gegriffen wird, um dem Ganzen zumindest für eine kurze Zeit ein Ende zu setzen. Vor allem Opiate werden gut und gerne als effektives Medikament zum Einsatz gebracht; die dauerhafte Einnahme jedoch ist auch nicht so richtig die Lösung, denn die Wirkstoffe nehmen auf lange Sicht einen immensen Einfluss auf unseren Körper und sind gesundheitsschädigend.

 

CBD-Öl gegen Schmerzen

Was also tun, wenn der Schmerz anhält und standardisierte Arzneimittel auf Dauer keine Hilfe sind? Mediziner*innen empfehlen an dieser Stelle oftmals eine multimodale Therapie. Hierbei werden verschiedene Arten parallel zueinander angewandt, um chronische Schmerzen zu behandeln – und CBD ist schon lange ein anerkannter Teil der Crew: Cannabidiol setzt nämlich am körpereigenen Endocannabinoid-System an. Dieses reguliert unser Schmerzempfinden, beugt Entzündungen vor und kann noch vieles mehr. Die Einnahme von CBD-Öl kann dabei Einfluss auf diverse Abläufe im menschlichen Organismus nehmen, wie:

  • der Wahrnehmung von Schmerzen
  • die Entstehung von Angst
  • die Stimmungslage
  • das Ruhe- und Schlafbedürfnis
  • den Appetit
  • die Leistung des Abwehrsystems

 

CBD-Öl wird aus dem weiblichen Nutzhanf gewonnen, Forschende gehen schon lange diversen Untersuchen nach, was das Extrakt der Pflanze noch so alles kann. Bislang weiß man, dass die krampflösenden, entspannenden und inflammatorischen Wirkungen besonders bei den folgenden Erkrankungen eine wunderbare Ergänzung zur Behandlung darstellen: Migräne, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Arthritis, Menstruationsbeschwerden und Fibromyalgie.

Bei letzterem handelt es sich um einen „Faser-Muskel-Schmerz“ mit vielen Begleiterscheinungen, der zwar namentlich etwas unbekannter ist, jedoch viele betrifft – unter der chronischen Schmerzerkrankung leiden durchschnittlich von hundert Personen ca. zwei Menschen, Frauen wird die Diagnose tendenziell häufiger zugeteilt.

Weiterhin zählen Erkrankungen dazu, die Arbeitnehmer teilweise oder sogar komplett aus dem Berufsleben drängen können. Rheumatische Beschwerden gehen oft mit Schmerzen einher. Gleiches gilt für Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Multiple Sklerose.

 

Wie benutzt man CBD-Öl in der Schmerztherapie?

Um genau zu verstehen, wie CBD gegen Schmerzen wirkt, ist es ratsam, sich unseren Blogartikel zum Endocannabinoid-System durchzulesen. Hier wird nicht nur seine Geschichte eingängig erklärt, du erfährst außerdem, auf welche Weise das ECS unseren Körper beeinflusst, wofür es verantwortlich ist und wie Cannabidiol, zum Beispiel in Form von CBD-Öl, daran andockt. Jetzt geht’s im letzten Teil aber darum, wie du CBD-Öl bei Schmerzen, auch chronischer Art, richtig dosierst.

Die einfache Anwendung von CBD-Öl macht es vor allem für jene, die einen konstanten Konsum damit planen, zu einer idealen Dosierungsform. Ohne Weiteres ein paar Tropfen oral unter die Zunge geben und that’s it. Ein großer Vorteil ist zudem, dass nach Belieben und Empfinden die Dosierung hoch- oder runtergeschraubt werden kann, sich also super anpassen lässt.

Am besten beginnt man daher mit einer niedrigen Dosierung, denn mehr geht immer. Für leichte bis mittlere Schmerzen empfehlen sich anfangs 2×3 Tropfen 5-10%iges CBD-Öl pro Tag, eine Steigerung auf 5 Tropfen à 3-mal täglich ist möglich. Für starke Beschwerden oder auch chronische Schmerzen sind 2×4 Tropfen 10%iges CBD-Öl pro Tag besser geeignet; eine Steigerung dessen auf 3×5 Tropfen täglich ist erst ab der dritten Woche ratsam.

Nebenwirkungen sind bislang wenige bis kaum bekannt, da Cannabidiol bei Schmerzen im Vergleich zu konventionellen Pharmaprodukten wesentlich besser verträglich ist. Allerdings sind sie auch nicht auszuschließen – wenn du also merkst, dass dir die Dosierung nicht bekommt, solltest du sie bitte dringend anpassen. Im Falle von starken Nebenwirkungen ist von der Einnahme dringend abzuraten und du solltest auf jeden Fall die Ärztin oder den Arzt deines Vertrauens aufsuchen.

In der Schmerztherapie erfährt Cannabidiol einen größer werdenden Stellenwert. Längst nicht nur in der alternativen Medizin haben Praktizierende den möglichen Nutzen der Hanfpflanze bei der Schmerztherapie erkannt. CBD Öl kommt in Bereichen zum Einsatz, in denen die Schul-Medizin an ihre Grenzen kommt.

Das gilt etwa in der palliativen Medizin und bei Menschen mit nicht heilbaren oder chronischen Krankheiten. In der Rehabilitation spielt das Präparat ebenfalls eine zunehmende Bedeutung. Der positive Nutzen kann sich bei unterschiedlichen Krankheiten zeigen.

Grundsätzlich könnte man sich vorstellen, dass CBD Produkte mit in die traditionelle Schmerzlinderung also Begleit-Therapie übernommen werden. Einerseits, um damit die gesundheitsschädigenden Effekte der gängigen Medikamente zu umgehen und andererseits die weiteren Vorteile von CBD in Bezug auf das eigene Wohlbefinden zu nutzen.

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