Cannabis Bg Blog

Was man über den Anbau von Cannabis Pflanzen wissen muss

Während die grünen Ranken der Legalität sich durch den asphaltierten Boden unserer Heimatstadt Berlin schlängeln, ist es an der Zeit, in die Welt des Cannabis-Anbaus einzutauchen. Was bedeutet die Teillegalisierung eigentlich für diejenigen, die sich für den Anbau von Cannabis interessieren? Züchtet man eher eine Trauerweide, wenn man ganz ohne Erfahrung zum grünen Daumen in Sachen Gras werden will? Wo züchte ich? Wie züchte ich? Und what the hell haben Wedding Cake, Farmer’s Daughter und Blueberry Muffin damit zu tun? In diesem Blogbeitrag werden wir uns mit den wichtigsten Aspekten des legalen Eigenanbaus befassen und wertvolle Informationen für die grüne Ernte von morgen bereitstellen.

Mit der Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland soll auch der Eigenanbau von Pflanzen legal werden, nämlich von genau 3 weiblichen. Mit Genauigkeit kennen wir uns schließlich aus in Deutschland. Genau genommen wissen wir allerdings nicht, ob das Gesetz, wie angekündigt, zum 1. April 2024 nun wirklich in Kraft tritt. Nachdem das CanG den Bundestag im Februar passierte, mischt sich zur Euphorie auf eine angepasste Drogenpolitik seit Tagen immer geballter Kritik und vor allem auch der Zweifel daran, dass der Bundesrat das Gesetz passieren lässt. Denn mehrere deutsche Bundesländer haben sich bereits dafür ausgesprochen, um weitere sechs Monate zu verschieben. Zum einen sind da die bekannten Bedenken seitens CDU und CSU, die klingen wie Stimmen aus einer Zeit vor unserer Zeit, und nun sogar unterstellen, das CanG verstöße gegen das Völker- und europäische Recht und gefährde die gesamte Gesell­schaft. Zum anderen sind da die Befürchtungen der Justizministerinnen und -minister, die eine Überlastung der Strafjustiz befürchten. Derzeit bleibt also einfach weiter nichts, als abzuwarten, denn was nach der Lesung am 22. März kommt, kann im schlimmsten Fall das Ende vom Anfang des Gesetzes sein. Aber was auch werden mag, Wissen über den Eigenanbau ist interessant genug, es zu teilen, als gebe es eben das morgen nicht, in dem vielleicht alles doch so bleibt wie es ist…

WER DARF BEREITS CANNABIS IN DEUTSCHLAND ANBAUEN?

Aktuell ist der Anbau von Cannabis in Deutschland nur zu medizinischen Zwecken gestattet. Dabei können lizenzierte Unternehmen spezielle Genehmigungen erhalten, um Cannabis zu medizinischen Zwecken anzubauen. Diese Unternehmen müssen strenge Vorschriften und Qualitätsstandards einhalten und werden regelmäßig von den Behörden überprüft.

WIE FUNKTIONIERT DER EIGENANBAU NACH LEGALISIERUNG VON CANNABIS IN DEUTSCHLAND?

Geplant ist, dass der Anbau von bis zu drei weiblichen Cannabispflanzen pro Person legal wird, gemäß den Gesetzesplänen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Personen ab dem Alter von 18 Jahren dürfen dann bis zu 50 Gramm getrocknetes Cannabis aus eigenem Anbau besitzen. Da die Pflanze etwa 80 Prozent ihres Gewichts beim Trocknen verliert, bedeutet das, dass bei einer Ernte von beispielsweise 200 Gramm in getrocknetem Zustand etwa 40 Gramm Gras übrig bleiben. Oberste Priorität ist zudem, die Pflanzen im Eigenanbau vor dem Zugriff durch Kinder und Jugendliche zu schützen, wenn nötig, in abgeschlossenen Räumen.

SHOP, ANBAUVEREINIGUNG ODER KIOSK – WOHER BEKOMME ICH CANNABIS SAMEN?

Weil wir es in Deutschland eben auch mit den Absurditäten gut meinen, soll es gemäß Angaben des Bundesgesundheitsministeriums erlaubt sein, Cannabis-Samen online in EU-Mitgliedstaaten wie Luxemburg oder Spanien zu erwerben, selbsterklärend ausschließlich für den Eigenanbau. In Deutschland aber dürfen die Samen vorerst nur über die geplanten Anbauvereinigungen bezogen werden. Die Abgabe ist dabei auf maximal sieben Samen oder fünf Stecklinge pro Monat beschränkt und bezieht sich auf Mitglieder, aber auch Nichtmitglieder über 18 Jahre, die nachweisen können, in Deutschland ansässig zu sein.

WAS IST DER RICHTIGE STANDORT ZUM ANBAU VON CANNABIS?

Die Wahl zwischen dem Anbau von Cannabis im Freien am Balkon oder drinnen hängt von verschiedenen Faktoren ab und es gibt Vor- und Nachteile für jede Methode.

Anbau im Freien:

Vorteile:

  1. Natürliches Sonnenlicht: Cannabis-Pflanzen benötigen viel Licht, und das Sonnenlicht im Freien ist oft stärker und effektiver als künstliche Beleuchtung im Innenbereich.
  2. Kosten: Der Anbau im Freien kann kostengünstiger sein, da keine teuren Beleuchtungs- oder Belüftungssysteme erforderlich sind.
  3. Größere Erträge: Unter optimalen Bedingungen können im Freien größere Pflanzen mit höheren Erträgen gezüchtet werden.

Nachteile:

  1. Witterungsbedingungen: Cannabis ist empfindlich gegenüber extremen Wetterbedingungen wie Frost, Starkregen oder Hagel, die die Ernte beeinträchtigen können.
  2. Diskretion: Der Anbau im Freien ist weniger diskret und kann die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und somit für jeden sichtbar sein, was wiederum laut Gesetz nur bedingt erlaubt ist.

Indoor-Anbau:

Vorteile:

  1. Kontrollierte Umgebung: Indoor-Gärtner haben die Möglichkeit, das Wachstumsumfeld genau zu kontrollieren und zu optimieren, einschließlich Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Belüftung.
  2. Diskretion: Der Indoor-Anbau bietet maximale Diskretion.
  3. Ganzjährige Ernte: Da die Bedingungen im Innenbereich steuerbar sind, kann das ganze Jahr über geerntet werden, unabhängig von den äußeren Wetterbedingungen.

Nachteile:

  1. Kosten: Der Indoor-Anbau kann teuer sein, da Beleuchtungs-, Belüftungs- und Bewässerungssysteme sowie Nährstoffe erforderlich sind.
  2. Komplexität: Der Indoor-Anbau erfordert mehr Fachwissen und Zeit, um die richtigen Bedingungen zu schaffen und Probleme wie Schädlinge oder Krankheiten zu bewältigen.
  3. Stromverbrauch: Der Einsatz von künstlichem Licht und Belüftung kann zu einem höheren Energieverbrauch führen, was sich auf die Stromrechnung auswirken kann.

Insgesamt hängt die Entscheidung zwischen Indoor- und Outdoor-Anbau von persönlichen Vorlieben, dem Budget, der Erfahrung und den verfügbaren Ressourcen ab.

GROW WITH THE FLOW – GROW BOXEN UND INDOOR EQUIPMENT FÜR DEN ANBAU INDOORS

Für den Indoor-Anbau mit Grow-Boxen, die oft von Grow-Shops angeboten werden, benötigst du einige spezifische Ausrüstungen:

  1. Grow-Box: Eine speziell entwickelte Box oder ein Zelt, die oder das mit reflektierendem Material ausgekleidet ist, um das Licht effizient zu verteilen und den Raum zu maximieren. Diese Boxen sind in verschiedenen Größen erhältlich und bieten eine kompakte und diskrete Möglichkeit, deine Pflanzen anzubauen.
  2. Beleuchtung: Hochwertige Grow-Lampen wie LED, HPS (Hochdruck-Natriumdampflampen) oder CFL (Kompaktleuchtstofflampen), die die richtigen Lichtspektren für das Pflanzenwachstum liefern. Diese Lampen können oft direkt von Grow-Shops bezogen werden und werden speziell für den Indoor-Anbau von Pflanzen empfohlen.
  3. Belüftungssystem: Ein Abluftventilator und ein Einlassventilator, um die Luftzirkulation im Grow-Raum zu gewährleisten und die Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Ein Kohlefilter kann ebenfalls verwendet werden, um Gerüche zu reduzieren.\
  4. Bewässerungssystem: Töpfe oder Behälter für deine Pflanzen sowie ein Bewässerungssystem wie Tropfbewässerung oder Hydrokultur, um sicherzustellen, dass deine Pflanzen die richtige Menge Wasser erhalten.
  5. Nährstoffe: Spezielle Dünger oder Nährstofflösungen, die auf die Bedürfnisse deiner Pflanzen während der verschiedenen Wachstumsphasen abgestimmt sind. Diese können oft ebenfalls in Grow-Shops erworben werden.

WAS FÜR ARTEN VON CANNABIS SAMEN GIBT ES?

Für den Eigenanbau von Cannabis gibt es drei Haupttypen von Samen: Regular, Feminisiert und Autoflowering (Autogrow). Und wie das bei allen Dingen eben so ist, hat jeder seine ganz eigenen Vor- und Nachteile.

  1. Regular Samen:
    • Regular-Samen sind nicht feminisiert, was bedeutet, dass sie eine 50/50-Chance haben, entweder männlich oder weiblich zu sein.
    • Für erfahrene Züchter, die Interesse an der Zucht neuer Sorten haben, können Regular-Samen von Vorteil sein, da sie männliche und weibliche Pflanzen produzieren.
    • Für Anfänger können Regular-Samen jedoch eine Herausforderung darstellen, da männliche Pflanzen entfernt werden müssen, um ungewollte Bestäubung zu verhindern, die die Qualität der Ernte beeinträchtigen könnte.
  2. Feminisierte Samen:
    • Feminisierte Samen wurden genetisch manipuliert, um nur weibliche Pflanzen zu produzieren, was die Wahrscheinlichkeit unerwünschter männlicher Pflanzen eliminiert.
    • Diese Samen sind ideal für Anfänger und erfahrene Züchter, da sie die Arbeit und das Risiko beim Entfernen männlicher Pflanzen minimieren.
    • Feminisierte Samen können eine zuverlässige Option sein, wenn du eine bestimmte Sorte mit bekannten Eigenschaften anbauen möchtest.
  3. Autoflowering (Autogrow) Samen:
    • Autoflowering-Samen produzieren Pflanzen, die automatisch in die Blütephase übergehen, unabhängig von der Lichtmenge oder dem Lichtzyklus. Dies bedeutet, dass sie schneller wachsen und eine kürzere Lebensdauer haben.
    • Diese Samen sind ideal für Züchter, die eine schnellere Ernte wünschen oder in Regionen mit kurzen Sommern leben, in denen die Sonnenstunden begrenzt sind.
    • Autogrow-Samen können auch für Anfänger von Vorteil sein, da sie weniger Aufwand beim Lichtzyklus erfordern und weniger anfällig für Probleme mit dem Timing sind.

Aber egal welche Sorte, es bleibt wichtig, hochwertige Samen von einem vertrauenswürdigen Anbieter zu wählen, um eine erfolgreiche Ernte zu gewährleisten.

WELCHE SAMEN SIND DIE BEKANNTESTEN FÜR DEN EIGENANBAU?

Big in the game. Die Namen der einzelnen Samen sind eine ganz eigene Wissenschaft und definitiv einen weiteren Blog-Post wert. Mindestens einen… Aber die bekanntesten Samen für den Eigenanbau wollen wir dir an dieser Stelle nicht vorenthalten:

  1. Northern Lights: Diese Indica-dominante Sorte ist bekannt für ihre Robustheit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Sie ist relativ64 einfach anzubauen und produziert eine hohe Ausbeute an harzigen Knospen.
  2. Blueberry: Diese Indica-dominante Sorte ist bekannt für ihr süßes, fruchtiges Aroma. Blueberry-Pflanzen sind relativ pflegeleicht und produzieren kompakte, harzige Knospen mit einem hohen THC-Gehalt.
  3. Amnesia Haze: Diese sativadominierte Sorte ist zwar etwas anspruchsvoller im Anbau, belohnt aber mit einer hohen Ausbeute.
  4. Critical Kush: Diese Indica-dominante Sorte ist eine Kreuzung zwischen Critical Mass und OG Kush und zeichnet sich durch ihre kurze Blütezeit und hohe Widerstandsfähigkeit aus. Sie produziert große, dichte Knospen und eignet sich gut für den Anbau in begrenzten Räumen.

Critical without a Kush bleibt, was wir in Deutschland zu erwarten haben und ob die grünen Daumen glühen, wenn der Eigenanbau dann hoffentlich irgendwann ganz legal ist. Die Zeit der großen Fragezeichen möge bald ein Ende haben und die Politik tun, was zu tun ist. Denn eine Peinlichkeit wie kein Gesetz, während immer mehr Länder sich des Themas annehmen und dem Fortschritte Einkehr gewähren, ist das Letzte, was Deutschland braucht.

TOGETHER WE GROW. TOGETHER WE GREEN

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